Kamelbrücken

Ein Spaziergang auf dem Treidelweg führt zu den beiden im Volksmund genannten "Kamelbrücken", der Bogen- und der Klienitzbrücke.

Der Treidelweg, der parallel zur Schleusenanlage beginnt und bis zur Eisenbahnbrücke führt, erinnert an längst vergangene Tage der Schiffahrt. Die Havelkähne wurden noch bis in die 30er Jahre hinein flussaufwärts getreidelt, d.h. mittels Zuggeschirr und Leinen durch Menschen- oder Pferdekraft vom Land aus gezogen.

Mit ihrer Bogenform gelten die Brücken in Zehdenick und im Land Brandenburg als einmalig und stehen nicht zuletzt deshalb unter Denkmalschutz. Beide um 1900 erbauten Brücken unterstehen dem Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde und sollen 2009 instand gesetzt werden.

Von den den Kamelbrücken hat man einen schönen Blick auf den Yachthafen des Wassersportclub Zehdenick und die Havelinsel, die wahrscheinlich älteste besiedelte Stelle der Stadt. Um 1200 stand hier eine Burg, später das Havelschloss.

Beginnend an der 2. Kamelbrücke, befindet sich das Naturschutzgebiet "Klienitz". Der Name "Klienitz" soll seinen Ursprung in der slawischen Sprache haben (Klienitz- Klein-Keilwasser) und bedeutet so viel wie Gewässer auf keilförmigen Flurstück.

Das vollkommen verwilderte Wasser- und Sumpfgebiet zwischen Havel, Klienitz und den ehemaligen Ziegeleistichen ist ein wahres Tier- und Pflanzenparadies, wie man es in unmittelbarer Stadtnähe nur selten findet und das vielen Tieren und Pflanzen Lebensraum bietet.

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